Wissenswertes zur Lizenzierung von Windows 7 Teil 4: Zusammenfassung und Zusatzinformationen

art3-win7Zum letzten Blogpost der Windows 7 Lizenzierungsreihe begrüße ich Sie wieder herzlich. Die verschiedenen Vertriebskanäle haben wir uns ja schon im vorigen Artikel angeschaut. Deshalb geben wir nun abschließend noch einige wichtige Zusatzinformationen zu Windows 7 und gehen auf das Thema Upgrades ein.

Die Vertriebskanäle sind dem IT-Abteilungsleiter jetzt weitestgehend klar, weshalb er in diesem Abschlussgespräch noch einige kleinere Themengebiete erläutert haben möchte. Zuerst schildert er eine Situation an einem weiteren Standort:

In einem Büro hat er noch einen Rechner mit Windows XP Home in Benutzung. Zudem kaufte er vor längerer Zeit noch zwei weitere Rechner mit Windows Vista Ultimate. Ein Außendienstmitarbeiter besitzt noch ein Netbook mit Windows 7 Starter.
Da alle Arbeitsplatzrechner die Hardwareanforderungen für Windows 7 erfüllen, soll es nun auf allen installiert werden. Ein Volumenlizenzvertrag ist allerdings nicht erwünscht, weshalb auf andere Vertriebskanäle zurückgegriffen werden muss.
Zudem ist es wichtig, dass möglichst alle Programme und Dateien auf den PCs erhalten bleiben.

Kann ich einfach auf allen Rechnern die DVD einlegen, das Setup ausführen und  Windows 7 nutzen?

Nein. Um alle Dateien und Programme weitestgehend zu erhalten, müssen Sie ein “Upgrade” durchführen. Dabei sind aber noch ein paar Dinge zu beachten.

 

Was ist ein Upgrade?

Mit einem Upgrade geht man immer auf die nächst höhere Version, z.B.: von ‘”Windows Vista auf Windows 7” oder wechselt zwischen Editionen von z.B.: “Windows 7 Starter auf Home Premium”.
Man darf es nicht mit “Update” verwechseln. Das beschreibt nämlich, das “aktualisieren” einer Version, z.B.: “Windows Vista Sp1 / Sp2 / usw..”

 

Wie steige ich auf Windows 7 um?

Dazu gibt es einige Möglichkeiten, die allerdings von der Version abhängig sind, die Sie zurzeit benutzen.
Auf was Sie mit welcher Version upgraden dürfen und welche Versionen nicht unterstützt sind, haben wir einmal in folgender Tabelle zusammengefasst:

upgrade1

 

Der XP – PC:

Sie können in der Tabelle erkennen, dass Microsoft eine Upgrade Version von XP auf Windows 7 anbietet.  Technisch bedingt müssen Sie aber auch mit der Upgrade Edition eine Neu- bzw. Überinstallation durchführen.  Denken Sie daran im Vorfeld eine Datensicherung durchzuführen.
Alternativ lohnt es sich, eine FPP oder SB Version zu kaufen, da Sie damit mehr Freiheiten haben (braucht kein vorinstalliertes Betriebssystem, usw.).
Nach der Neu / Überinstallation müssen lediglich noch Ihre Daten zurückgespielt werden, die Sie zuvor gesichert haben.

Und was ist mit alten Programmen, die nur unter Windows XP laufen? Kann ich die dann nicht mehr nutzen?

Doch, denn Microsoft stellt in Windows 7 den sogenannten “XP-Mode” bereit.
Dies ist quasi ein mitlizenziertes Windows XP auf dem die alten Programme in ihrem Windows 7 laufen. Dieses Feature ist ab Windows 7 Professional ohne weitere Kosten installierbar.

Zudem bietet Microsoft eine umfangreiche und verständliche Anleitung für den Umstieg auf Windows 7 an, die Sie unter dem folgenden Link aufrufen können.

[Weitere Informationen: XP Upgrade]

 

Die Vista Rechner:

Hier ist der Umstieg auf Windows 7 einfacher.
Wie Sie in der Tabelle sehen, können Sie auf Windows 7 Ultimate upgraden. Dabei müssen Sie lediglich darauf achten, dass Sie die richtige Version kaufen (Also von Vista DE 32bit auf Windows 7 DE 32bit).
Falls nach dem Upgrade ein Treiberfehler auftreten sollte, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Fast immer stehen über die Hardwarehersteller oder Windows Update die passenden neuen Treiber bereit.
Somit ist eine funktionierende Migration nach Windows 7 möglich.
Sie können für das Upgrade entweder eine Upgrade- oder Vollversion benutzen.

Auch hierzu hat Microsoft eine Anleitung veröffentlicht:

[Weitere Informationen: Vista (benutzerdefinierte Installation)]
[Weitere Informationen:
Vista Upgrade]

 

Das Netbook:

Auf dem Netbook ist schon ein Windows 7 installiert, das speziell für Netbooks ausgelegt ist. Deshalb besitzt es nur die wichtigsten Funktionen. Das Netbook von dem Außendienstmitarbeiter ist allerdings so leistungsstark, dass Windows 7 Home Premium ohne bedenken darauf laufen kann. Deshalb soll hier auch ein Upgrade durchgeführt werden. Dies geschieht mithilfe des “Anytime Upgrades”. Dabei müssen Sie lediglich einen Produktkey eintragen, der dann automatisch den Funktionsumfang erweitert.

[Weitere Informationen: Anytime Upgrade]

 

Microsoft hat zudem ein spezielles Tool entworfen, dass die Anforderungen an den Rechner / die Software vor dem Upgrade überprüft. Sie können es hier herunterladen:

http://www.microsoft.com/germany/windows/upgradecenter/

[Weitere Informationen: Windows 7 Upgrade]

 

Windows 7 virtualisieren:

Mit diesem Überblick ist der IT-Leiter erstmal zufrieden und wendet sich deshalb noch einem anderen Thema zu, dass ihn interessiert.

Ein Bekannter von mir hat eine Serverfarm, auf der er gerne virtuelle Desktops betreiben möchte.  Dafür hat er sich nun einige Windows 7 Ultimate FPPs gekauft.
Da Ultimate ja die Version mit den meisten Rechten und Möglichkeiten ist, dachte er, dass er damit die Rechte zur Virtualisierung miterwirbt.
Stimmt das?

Leider nein.
Sie brauchen Windows 7 Enterprise, um damit beispielsweise eine Desktopvirtualisierung durchzuführen.

Und wie bekomme ich eine Windows 7 Enterprise Version? Die kann man ja nicht im Laden kaufen.

Das stimmt, Sie können es nicht im Laden kaufen. Sie bekommen diese Version ausschließlich über Software Assurance oder Windows Intune.

 

Windows 7 und Intune:

Was ist Windows Intune und wie komme ich darüber an ein Windows 7 Enterprise?


Windows Intune ist eine Computerverwaltungssoftware in der Cloud.
Wenn Sie eine Abbonenemt für einen Rechner abschließen, der durch Windows Intune verwaltet wird, bekommen Sie ohne weitere Kosten ein “Windows 7 Enterprise Upgrade” dazu.
D.h. Solange das Abo gültig ist, sind Sie berechtigt Windows 7 Enterprise auf diesem Rechner zu nutzen.
Wenn es abläuft, wechseln Sie einfach wieder auf Ihr voriges Betriebsystem zurück. ACHTUNG: Auch hier müssen Sie beachten, dass Sie ein upgradefähiges Betriebssystem haben!

 

Zusammenfassung:

OK, können Sie mir abschließend noch einmal ganz grob auflisten, welche Unterschiede es bei den wichtigsten Vertriebskanälen gibt?

 

FPP – Privatkunden

- Sie bekommen zwei DVDs. Sie können auswählen, ob Sie 32bit oder 64 nutzen möchten.
- Es beinhaltet eine ausführliche bebilderte Anleitung
- Die Version ist nicht an den PC gebunden. Sie können Sie auf jeden beliebigen Rechner aufspielen.
- Man kann Sie direkt im Laden kaufen

 

VL – Firmenkunden (Kann über die verschiedenen Vertragsarten bezogen werden)

- Es gibt eine zentrale online Lizenzverwaltung (VLSC)
- Sie erwerben sehr viele Rechte
- Es sind alle Versionen verfügbar
- Sie können sie auf beliebigen Rechner aufspielen
- Virtualisierngsrechte
- Oftmals mit Software Assurance
- Es gibt Rabatte bei größeren Bestellungen
- Miete der Software möglich

 

OEM – Hardwarehersteller

- Sehr günstig
- nur die bereits vorinstallierte Version nutzbar (Upgrade möglich)
- Rechnergebunden
- Geeignet als Upgrade Basis für Volumenlizenzvertrag
- Software und Treiber auf Rechner abgestimmt

 

Damit sind auch diese Fragen des IT-Abteilungsleiters beantwortet.
Er hat nun für alle seine betreuten Unternehmen die richtige Lizenzierungsmethode gefunden und einiges an zusätzlichem Wissen mitgenommen.
Er bedankt sich für die umfangreichen Auskünfte, und wir beenden daraufhin die letzte Besprechung.

 

Wir hoffen, dass Sie als Leser auch viele Informationen aus der Reihe mitnehmen konnten und bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit.

2 Gedanken zu “Wissenswertes zur Lizenzierung von Windows 7 Teil 4: Zusammenfassung und Zusatzinformationen

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