Wissenswertes zur Lizenzierung von Windows 7 Teil 1: Die Versionen

art1-win7Herzlich Willkommen zu der Blogartikelreihe über die Windows 7 Lizenzen. Wir werden uns in diesem Artikel vorrangig mit den Versionen von Windows 7 und den Anwendungsgebieten beschäftigen.

In unserem Beispielszenario werden wir zu dem IT-Abteilungsleiter eines Firmenzusammenschlusses gerufen, der sich gerne über seine Windows Lizenzen informieren möchte. In einem Gespräch erörtern wir wichtige Fragestellungen dazu.

Seine erste Frage, denn als IT-Abteilungsleiter hat er wenig Zeit:

 

 Warum sollte man sich überhaupt mit Lizenzen beschäftigen?

Zum einen ist das Thema Lizenzen inzwischen so komplex geworden, dass Sie sich in diesem Lizenzdschungel heillos verirren können. Manchmal sind Sie vielleicht überlizenziert, manchmal aber unterlizenziert. Letztes kann für Sie, als IT-Abteilungsleiter und auch für ihre Geschäftsführung weitreichende Folgen haben.

Es gilt nicht als Kavaliersdelikt unterlizenziert zu sein, sondern ist eine Urheberrechtsverletzung, die rechtlich geahndet wird.  Wer bewusst auf illegale Lizenz zurückgreift, weil diese auf dem Markt günstiger zu kaufen sind, muss mit einem weiteren Risiko rechnen. Gerne ist die Aktivierungssoftware mit Viren / Trojanern verseucht oder die vorgespielte Aktivierung wird im Laufe der Zeit durch Microsoft Updates wieder ungültig gemacht. Genauso kennen Wirtschaftsprüfer das wirtschaftliche Risiko einer falschen Lizenzierung und können einen Nachweis fordern.

[Weitere Informationen: Lizenzrechte]

 

Nach dieser etwas beunruhigenden Antwort, dass es doch durchaus wichtig ist, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, werden weitere Fragen aufgegriffen. Eine Überlegung ist für den IT-Leiter besonders wichtig. Eine gekaufte Lizenz soll nur die wirklich benötigten Features umfassen, denn zum einen möchte er nicht für Funktionen bezahlen, die er gar nicht braucht, zum Anderen sollen aber auch keine Elemente fehlen. Deshalb stellt er diese Frage.

 

Vorüberlegungen zur passenden Windows 7 Version – Wofür stehen die Versionen im Einzelnen?

Als Verantwortlicher für den Softwareeinkauf kennen Sie vielleicht folgenden Situation. Sie haben vor kurzem eine Windows Version in Ihrem Unternehmen implementiert, die Sie unter Betrachtung der minimalen Kosten eingekauft haben. Nun möchten Sie Ihre IT gerne mit verschiedenen Neuerungen ausstatten und stellen erschreckt fest, dass bei Ihrem Versionstyp diverse Funktionen / Berechtigungen fehlen. Jetzt muss die Infrastruktur unter höheren Kosten aufgestockt werden, als der direkte Einkauf einer erweiterten Version gewesen wäre. Aus diesem Grund geben wir Ihnen hiermit einen Überblick über die Versionen.

Starter

Dies ist eine abgespeckte Version von Windows 7. Vorrangiger Einsatz ist für Netbooks mit vergleichsweise wenig Leistung gedacht. Somit fehlen auch Ressourcenfressende Elemente, wie beispielsweise das Aero-Design.

Home Premium

Home Premium ist das Betriebssystem für den breiten Markt und umfasst alle wichtigen Funktionen für ein angenehmes Arbeiten an Einzelplatz PCs. Es fehlen einige Funktionen im Bereich der Vernetzung. Einer der wichtigsten fehlenden Eigenschaften ist die Fähigkeit zum Domänenbeitritt.

Professional

Ab hier betreten Sie den professionellen Bereich, denn ein Einsatz dieser Version lohnt sich in kleinen Heim- Firmennetzwerken mit geringer PC Anzahl und einem Server, da wichtige Netzwerkkomponenten mit enthalten sind. Zudem ist erst ab hier der XP-Mode vorhanden, der es erlaubt, ältere Programme in einem virtuellen XP auszuführen.

Ultimate

Die Ultimate Edition hält noch einige weitere Features bereit, die allerdings hauptsächlich für den professionellen Bereich gedacht sind, wie beispielsweise die Bitlocker Laufwerksverschlüsselung oder das Booten aus einer VHD. Somit stellt die Ultimate die im Einzelhandel erhältliche Version mit den meisten Funktionen dar.

Enterprise

Windows 7 Enterprise ist eine spezielle Variante der Windows 7 Reihe. Sie enthält alle Funktionalitäten von Ultimate, ist aber speziell für Volumenlizenz Kunden gedacht, denn sie kann nur mit einer Software Assurance vertrieben werden. Aber Besitzer einer Enterprise Lizenz besitzen noch einige spezielle Rechte die sie miterworben haben.

 

Unser Klient merkt an, dass für ihn Windows 7 Ultimate und Enterprise genau gleich aussehen und er sich unter “speziellen Rechten” sehr wenig vorstellen kann, da ja beide Versionen softwareseitig den Selben Umfang besitzen.

 

Was genau sind die Unterschiede zwischen den beiden Versionen?

Wie bereits erwähnt, ähneln sich Ultimate und Enterprise auf den ersten Blick, weshalb sie oftmals als gleichwertige Versionen angesehen werden. Allerdings erwerben Sie mit dem Kauf von Windows 7 Enterprise beispielsweise noch das Recht, 4 virtuelle Instanzen des Selbigen gleichzeitig auf dem PC zu betreiben.  Auch können Sie aufgrund der Software Assurance innerhalb des gegebenen Zeitrahmens auf jede folgende Betriebssystem Version upgraden. Natürlich umfasst die Lizenz noch einige weitere wichtige Rechte, die wir noch nicht aufgezählt haben. Fest steht zumindest, dass Ihnen keine Version mehr potentielle Einsatzmöglichkeiten bietet, als diese.

[Weitere Informationen: Windows 7 Promo]

Angeregt durch die kurzen Zusammenfassung möchte der Abteilungsleiter gerne noch mehr Einzelheiten erfahren. Da dies aber den Zeitrahmen des Gesprächs sprengen würde, wäre es für ihn hilfreich, wenn es eine Möglichkeit gäbe, alles nochmal online nachzulesen.

Gibt es eine Tabelle mit den Windows 7 Unterschieden?

Ja, auf dieser Internetseite können Sie die Versionen im Detail einsehen:

http://windows.microsoft.com/de-DE/windows7/products/compare

(Eine N-Version ist eine vollwertige Windows 7 Variante in der lediglich spezifische vorinstallierte Softwarekomponenten, wie der Media Player, fehlen.)

 

Damit ist der erste Teil der Besprechung abgeschlossen und wir machen eine kurze Pause.

Weiter geht es im nächsten Blogeintrag.

 

Daniel Althaus

Daniel Althaus ist auszubildender Fachinformatiker in der Richtung Systemintegration.

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